• Heike HL

DozentSein: 8 Stunden am Stück Unterricht halten? Na klar doch! Energieerhalt ermöglichen


DozentSein: 8 Stunden am Stück Unterricht halten? Na klar doch! Energieerhalt ermöglichen. Das wünsche ich Kollegen in der Lehre - hierzu ein paar Anregungen:

Erst mal die Einstellung anschauen. Viele Stunden am Stück können auch vorteilhaft sein! Welche Vorteile siehst Du? Ich sehe z.B. die Kontinuität und das "rund machen" meiner Inhalte bei mehreren Stunden am Stück. Es fühlt sich wie Seminar oder Kurs geben an. Einstieg - Themenbearbeitung - Ausstieg. Endlich mal ohne Stress!

Du hast Sorge, dass Deine Inhalt dann nicht alle rüberkommen? Stimmt! Bei einer "one (wo)man-show" sicher nicht! Das Lernen kannst Du ihnen aber eh nicht abnehmen. Lass sie die Inhalte selbst erarbeiten! Zeig Ihnen nur, wo sie was finden (dem Internet sei Dank - und den Bibliotheken der Bildungseinrichtungen).

Du bist einfach kaputt nach so vielen Stunden? Dann überleg, woran das liegt:

Eigener Anspruch? Verstehe! Doch wo kommt der her?

Unruhe im Kurs? Regeln vereinbaren und konsequent durchsetzen!

Zuviele Fragen, auf die Du antworten musst? Gib Fragen an den Kurs weiter - so hast Du gleich einen Check mit Feedback zu den Inhalten. Oder nutze die Eigenverantwortung der Lernenden: Ich sage manchmal einfach: Wer dazu noch mehr Fragen hat, kann das nächste Mal sehr gerne ein Kurzreferat dazu halten und seine Fragen mit den recherchierten Antworten präsentieren!

Du denkst, Du musst Deinen Lernenden die ganze Zeit was bieten? Was macht Dich so sicher, dass Du alle 20-30 Personen mit den Themen, wie Du sie präsentierst, erreichst?

Versuche es mit Unterrichtsmethoden! Oder warum nicht mal mit selbstbestimmtem Lernen und Lernsituationen aufwarten? Okay, da ist Kreativität gefragt; und Vorbereitungszeit. Na und? Frag Dich doch mal:

Was haben Deine Themen mit der (Berufs-)Praxis zu tun? Du wirst vielleicht erstaunt sein, wie viele Themen mit Hilfe von Fallbeispielen, FIlmchen und Lernsituationen (aber mit Handlungsaufträgen konkret bearbeitbar machen - unabhängig von Deiner Anwesenheit als Lehrender) Motivation zum Lernen (als eigener, aktiver Prozess Lernender!) ermöglichen.

Und nicht zuletzt: Greife auf Deine Ressourcen zurück.

Eine Pause ist auch DEINE Pause und keine Fragezeit für Lernende.

Ortswechsel anstreben: Ruhiges Plätzchen suchen.

Zu Dir selbst kommen: Auf Atmung und positive Suggestionen konzentrieren.

Wusstest Du, dass jedes Gehirn individuell arbeitet, wahrnimmt und lernt? Dein Lernen und Verstehen ist nicht das Lernen und Verstehen anderer! Aber: Ausgedehntes, Zeit gebendes Lernen ermöglichen, zu den Lerngegenständen, die Du zu verantworten hast, gibt Raum für Verankerung im Gehirn. Du bist Lernbegleiter und kein Wissensüberträger in andere Gehirne.

P.S.: Lerngegenstände einzugrenzen heißt nicht, dass Du Lernen ersparst. Sondern dass Du die Stresssituationen Lernender respektierst und das Lernpensum der Dozenten im Hinterkopf hast, die sich und ihr Fach für das Wichtigste halten.

Wie lernst Du unter Stress das Wissen eines ganzen halben Jahres? Wa würdest Du Dir wünschen?

Coaching oder Beratung zu diesem Thema gefällig? An Seminaren interessiert? Einfach melden :-)


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