• Heike HL

CoachSein: Was für Coaching statt Therapie spricht


CoachSein: Was für Coaching statt Therapie spricht, darum geht es in diesem Beitrag.

Eines ist klar - Coaching kann eine konstruktive Psychotherapie nicht ersetzen. Denn während Menschen mit diagnostizierten Störungsbildern im psychischen Bereich sicher nichts bei einem Coach (vorallem bei einem Kollegen aus dem Wirtschaftscoaching) zu suchen haben, gibt es doch deutliche Belege dafür, dass Coaching wirkt:

https://www.coaching-report.de/definition-coaching/wirksamkeit-von-coaching.html

"Ein Coach folgt nicht der inneren Haltung, dass er einem Menschen helfen will, der sich selbst (gerade) nicht (mehr alleine) helfen kann. Ein Coach geht davon aus, dass der Klient alle Fähigkeiten und jedes Wissen hat, um die für sich am besten passende (Problem-)Lösung zu finden (und niemand anderes)." https://www.unternehmer.de/management-people-skills/135746-die-coaching-serie-teil-iii-coaching-vs-psychotherapie

Hier steht das meiner Meinung nach entscheidende: Der Coachee hat eigene Fähigkeiten und eigenes Wissen, um Belastungen, Entscheidungen und Fragen zu klären.

Ich kann also als Coach die Verantwortung dort lassen, wo sie ist. Bei meinem Klienten. Auch seine Vergangenheit nimmt keinen übermäßigen Raum ein.

Natürlich hat ein Coachee eine Vergangenheit - doch seine aktuellen Regulationsmuster sind gerade durcheinander geraten: Vielleicht, weil sich eine Veränderung anbahnt. Oder er in einem Veränderungsprozess ist. Weil er Verhaltensmuster entdeckt, mit denen er aneckt. Wenn er in dieser Hinsicht seine verfügbaren Möglichkeiten und Fähigkeiten (Ressourcen) optimieren oder erweitern möchte. Wenn eine innere Entscheidung anliegt. Er hat eine innere Belastung, denkt aber nicht an Gefährdung der eigenen Person. Sprich: Seine Selbststeuerung funktioniert zwar - nur eben nicht mehr so flüssig und leicht, wie bisher.

Letztens fragt mich eine Bekannte: Naja, was macht denn so ein Coaching? Was stelle ich mir darunter vor und was bringt das?

Zuvor erzählte sie mir gerade von ihrer Familiensituation - dem Alterungsprozess der Mutter, der sie beschäftigt. Geschwister-Themen, die sie beeinflussen. Den veränderten Bedürfnisse ihrer Kinder und somit einer Neuausrichtung von Gefühlen und Belangen. Von erfühlten Wichtigkeiten der Prioritätensetzung in unserer (begrenzten) Lebenszeit. Und den Herausforderungen in und mit Beziehungen. Von Freunden, die um sich kreisen und sich nicht wirklich für sie interessieren, sondern gemeinsame Zeit lediglich mit der eigenen Berichterstattung von Stressoren füllen.

Ich bin davon überzeugt: Wenn Coaching nicht nur bei beruflichen Belangen, sondern im täglichen Leben als Ressource genutzt werden würde - und zwar zu erschwinglichen Preisen auch für die in unserer Gesellschaft, die sich Urlaubs- und Auszeiten für und mit sich selbst eben nicht immer gönnen können - so würde viel für Coaching statt für (überbelegte) Therapie sprechen.


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