• Heike HL

CoachSein: Supervision als Ergänzung - warum?


Ich habe ein interessantes Buch erworben, denn ich möchte meine Qualifikation als Coach um das Thema Supervision ergänzen. Aber warum macht es Sinn, den Tool der Supervision zu nutzen?

Supervision ist laut Belardi (2013) ein Beratungssystem. Beratung, Verbesserung und Reflexion beruflicher Prozesse werden mit Ansätzen aus Personalentwicklung, Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie sowie Organisationsentwicklung verknüpft.

Interessant finde ich, dass Belardi schreibt, dass im beruflichen Tun Wissen und Können unterschieden werden kann: Wissen als vermittelte kognitive Kenntnisse - Können als komplexe Anwendung ehemals abstrakten Wissens in konkreten Situationen. Da Arbeit sehr oft in interaktiven Kontexten geschieht, sind soziale Kompetenzen vonnöten - und hier, so Belardi, scheint die Kluft zwischen Wissen und Können immer größer zu werden, denn Sozialkompetenzen kann man selten oder gar nicht in der beruflichen Erstausbildung lernen (S.9).

Gestaltung von Arbeitsbeziehungen sind zudem ein selbstreflexives Geschäft (die Notwendigkeit, sich über Arbeitsbeziehungen klar zu werden, bzw. auszutauschen) - gerade in pflegerischen, gesundheitlichen, administrativen und dienstleistenden Tätigkeiten. Wobei Austausch meint: Was und wie tue ich, wo kann etwas verbessert werden. Folgender Satz fasst auch meine Überzeugung zusammen - Gelungene Kommunikation ist eine Voraussetzung, ein Mittel sowie ein Merkmal der Qualität von Arbeit (Belardi 2013:13).

Supervision also als Kompetenzerweiterung anderer Menschen?

Ja! Laut dem genannten Autor sowohl personal (eigenes Wissen über sich und die eigene Wirkung auf andere), als auch beziehungsorientiert (Begegnung mit anderen, Harmonie, Konflikt, Lösungen), strukturell (Rollen, Positionen, Aufgabenbewältigung) und methodisch (Verbesserung von Kenntnissen und Fertigkeiten im beruflichen Feld, Arbeitsprobleme, Krisenmanagement).

Natürlich habe ich mich auch gefragt: Was ist denn da der Unterschied zum Coaching? Angeblich weniger die Haltung und die Fähigkeiten als Coach/Supervisor als die Methodik. Zudem werden Settings der Supervision eher in Gruppen verwirklicht, Coaching eher in Einzelsettings.

Arten, Möglichkeiten und Durchführung von Supervision zu kennen bereichert Aktionsmöglichkeiten, auch als Coach - Grund genug, dass ich mich hier weiterbilden werde! Ich halte Euch auf dem Laufenden :-)


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