• Heike HL

DozentSein: Neurodidaktik in Ausbildung & Studium

Aktualisiert: Jan 6


DozentSein: Neurodidaktik in Ausbildung & Studium - dazu habe ich eine hochinteressante Veranstaltung besucht: Erkenntnisse aus der Hirnforschung für Lehr-Lernprozesse nutzen.

Dieses Tagesseminar hat Ralf Besser ("besser-wie-gut") gehalten und es hat mir als berufliche Gestalterin von Lehr-Lernprozessen sehr gefallen. Einiges von dem, was mich inspiriert, möchte ich hier teilen.

Toll war nochmal die Bestätigung, dass Zweiergespräche von Lernenden zwischen den unterschiedlichen Inputs des Lehrenden sehr wichtig sind, damit Lernende ihr Wissen verknüpfen und ergänzen können.

Auch der Verzicht auf Ablenkung (Mobiltelefon) wäre für´s Hirn besser...Denn die bewusste Aufmerksamkeit kann nur auf einen Fokus zur Zeit gerichtet werden - während die unbewusste Aufmerksamkeit parallel wahrnehmen kann.

Naja - man könnte den Handygebrauch auch einfach integrieren: "Was war denn letztes Mal Thema, als Sie gerade Ihr Handy gecheckt haben?"

Reflexion ist ebenfalls ein gutes Tool, um Lernstoff zu vertiefen: "Überlegen Sie doch mal, warum das wichtig sein könnte/was Sie daraus mitnehmen können."

Aber auch Visualisierung eignet sich zur Vertiefung des Lernens: "Schließen Sie jetzt die Augen....lassen Sie nochmals Revue passieren, wie Sie Ihr Handeln im Unterricht gestaltet haben und auf was Sie noch achten möchten ..."

Mit am Besten fand ich die Idee, in jedem Fach die Grundprinzipien zu lehren. Oder diese sogar von Lernenden finden und auf Karteikarten schreiben zu lassen. Diese können dann in jedem Fach bei thematischer Passung wieder aktiviert werden...denn das Gehirn ist für Regellernen optimiert.

Spannend war auch die folgende Idee: Die Ergebnisse einer Gruppenarbeit auf Flipchart einfach einmal eine andere Gruppe (unvorbereitet) vortragen lassen....und dabei mit einem Seil auf dem Boden als Skala (0-100%) die Urheber des Flipcharts bitten, die Korrektheit der Wiedergabe mit der Wahl der Position, auf der sie jeweils stehen, zu bewerten. Ganz wunderbar, wenn es um die Kontrolle des Verstehens und Erkenntnisse der Lerngruppe zur subjektiven Wahrnehmung geht :-)

Will man die Aufmerksamkeit auf einen neuen Stoff erhöhen (Aufmerksamkeit korreliert mit dem Behaltenswert) so kann man ein Thema einfach nur nennen und dann Fragen dazu stellen lassen, die man ganz knapp beantwortet. So entwickeln sich Neugierde und Eigenverantwortung schon vor der Präsentation neuer Inhalte. Und das für´s Gehirn passive Konsumentenverhalten der Lernenden durch Monologe des Lehrenden bleibt aus.

Übrigens: Denken und Handeln kann nur nacheinander ausgeführt werden...Was nicht unbedeutend für die Gestaltung von konkreten Lehr-Lernprozessen ist...

Viel Spaß bei DEINEN Ideen zum nachhaltigen Lernen :-)



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