• Heike HL

DozentSein: Sprichst Du noch oder wirst Du schon gehört?

Aktualisiert: Jan 6


DozentSein: Sprichst Du noch oder wirst Du schon gehört? Die Mengen der ver-mittelten Unterrichts- oder Vorlesungsinhalte und das re-produzierbare Wissen korrelieren selten. Wir alle wollen unseren Lernenden in einer Lehrveranstaltung so viel wie möglich mitgeben: Faktenwissen, Erfahrungswissen, kritische und zu reflektierende Lerngegenstände. Denn die Zeit läuft! Und Schüler und Studenten sollen doch das Maximum erhalten - damit sie das Was, Warum und Wieso kennen!

Dass Lernende am Ende Deiner Lehrvorträge weniger wissen als Du mitteiltest, kann hieran liegen:

  • Die einzelne Sätze bestehen aus zu vielen Worten und Bildern.

  • Es werden Nebensätze angehängt (weil, deswegen, denn,....) - übrigens denken viele, das sei ein Zeichen von Bildung. Dies ist ein Irrtum.

  • Lernende haben keine Zeit, das Gehörte/Gesehene aufzunehmen - denn eine Pause zwischen den Sätzen fehlt.

Seit ich mich mit dem LINGVA ETERNA Sprachkonzept beschäftige, ist mir klar:

Quantitativ hohe Ansprüche an Begründungen, Ausdrucksvarianz, "on-Top"- Infos und Bildern pro Satz beeinträchtigen die Merkfähigkeit. Die eigene Schnelligkeit des Denkens erhöht das Wissenspensum, reduziert jedoch die Wirkung. Ein hörbares Satzzeichen ist der Sprachperzeption dienlich.

Das eigene Sprechen beeinflusst die eigene Präsenz. Eine sprachliche Klarheit ist ein wesentlicher Bedingungsfaktor für Lernen. Deine Wirkung auf Andere erhöht sich durch folgende sprachliche Anpassungen:

  • Nebensätze weglassen

  • Jede Aussage endet mit einem hörbaren Punkt

  • Möglichkeitsformen bewusst nutzen oder unterlassen (dürfte, könnte, müsste, sollte, o.ä.)

  • Klare Zuordnung der drei Satzarten Frage, Aufforderung, Aussage - in Bezug auf die Stimmmelodie

Bei einem Seminar von LINGVA ETERNA verbesserst Du die Wirkung Deiner Sprache auf andere. Alleine durch die Nutzung grammatikalischer Gesetzmäßigkeiten. Durch Rückmeldung anderer auf eigene Aussagen klärt sich deren echte Wirkung. Für mich eine erstaunliche Erfahrung. Der Besuch eines Seminars des Instituts empfehle ich jedem. Einige Fortbildungsanbieter für Lehrer haben es bereits im Programm. Doch auch "Jedermann" kann so ein Seminar besuchen oder einen Trainer buchen.

Es gibt bereits sehr gute Bücher und Materialien vom LINGVA ETERNA - Institut (Lingva Eterna Verlag, Machthild von Scheurl-Defersdorf u. Theodor von Stockert):

  • Jedes Wort wirkt

  • Meine Sprache und ich

  • Wir sind füreinander da

  • Die Kraft der Sprache für Pädagogen (Kartenset)

  • Die Kraft der Sprache im Pflegebereich (Kartenset)

In mein nächstes (Lehr-)Buch zum Thema Kommunikation fließt dieses Konzept mit ein. In meinen Veranstaltungen für Lernende nutze ich es bereits jetzt:

  1. Ich spreche in kürzeren Sätzen und mache Pausen zwischen den Sätzen.

  2. Ich transportiere eine Bild pro Satz.

  3. Ich differenziere bewusster zwischen den Satzarten Fragesatz, Aussagesatz, Aufforderung.

  4. Mache ich eine Aussage, ist am Ende ein Punkt zu hören. Stelle ich eine Frage, geht meine Stimme am Ende nach oben. In einer Aufforderung unterlasse ich Möglichkeits- und Wahlformen. Ein Bitte genügt.

  5. Will ich wirkliche Aufmerksamkeit, wende ich die "3 A" an: Ansprechen, Augenkontakt, Atmen. So kann sich der oder die Angesprochene/n auf mich fokussieren.

Übrigens: Das Sprachkonzept der LINGVA ETERNA beinhaltet weit mehr als die saubere Nutzung deutscher Sprache. Es basiert auf mehreren wissenschaftlich fundierten Säulen. Du findest Informationen dazu im Internet. Es gibt Seminare für Lehrende und für Jedermann. Unabhängig von Beruf, Alter und Lebenssituation.

Ich wünsche Dir Präsenz und Klarheit durch und mit Deiner Sprache. Gönne Dir, dass Dich andere wirklich hören :-)



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