• Heike HL

CoachSein: Wie Du Kommunikation klarer gestaltest

CoachSein: Wie Du im (Berufs-)Leben Kommunikation klarer gestaltest - darum geht es hier. Immer wieder ist es Thema für Seminare, Workshops und Coaching: Verbesserte Kommunikation, besseres "Wir"-Gefühl im Team und die Herausforderungen des Praxistransfers theoretischen Kommunikationswissens in die alltäglichen Praxis...


Bei der unzähligen Literatur zu Kommunikation, zu Interaktionen im medizinischen Bereich sowie verschiedenen Seminaren zum Thema Kommunikation (die im Medizinalfachberuf eher selten besucht werden) wundert es, dass es im Alltag immer wieder typische Herausforderungen wie diese gibt:

  • Missverständnisse

  • Fehlinterpretationen & "falsche" Erwartungen

  • Unzufriedenheit wegen mangelnder Transparenz

  • das Gefühl, nicht gesehen, anerkannt oder respektiert zu werden.

Liegt es immer "an den Anderen"? Weil jemand "schwierig", "nervig", "anstrengend" oder "nicht auf der eigenen Welle" ist?

NEIN! Die verschiedenen Einflüsse und Einflussketten kann man nicht oft genug nennen...und (wen wundert es) - es sind häufig die selben:

  1. Subjektive Deutung, Wertung und Bezüge...

  2. ...die dazu führen, dass man etwas erwartet, was sich anderen eben nicht automatisch erschließt...

  3. ...gespickt mit eigenen Interessen, die man durchsetzen will.

  4. Das Unterschätzen von einer beruflich zu planenden Kommunikation...

  5. ...welche wichtige Schritte im Kommunikationsprozess erforderlich macht, was heißt:

  6. Die Kommunikationsabsicht klären und verbalisieren, eine wertschätzende Ansprache verwirklichen, bei Ansprache auf den Fokus des anderen warten (z.B. Blickkontakt) - damit dieser sich auf den Ansprechenden einstellen kann, den Redeanteil kontrollieren sowie Absichten und Schlussfolgerungen bedenken, die ggf. thematisiert werden müssen.

Und dann werden häufig noch diese wesentlichen Aspekte vergessen:

  • Bedürfnisse verschaffen sich Ausdruck durch Kommunikation - insbesondere nonverbal oder paraverbal,

  • auf einen kommunikativen Reiz folgt ein Gefühl, was zu einer Reaktion führt,

  • wir werten zu viel,

  • Rollenklärung kommt vor dem Einsatz beruflicher Kommunikation,

  • wir leben und agieren in und aus Systemen heraus, die Einfluss auf ALLES haben.

Wie gestalten wir das Ganze also klarer, so dass es nicht nur anderen, sondern auch uns gut geht in den täglichen beruflichen Kommunikationen?


Hier meine Anregungen zur Reflexion für Dich - quasi eine "5-Punkte/Finger-Hilfe" :-)

  1. In welcher Rolle kommuniziere ich gerade? Kann ich diese transparent machen und so Person und Sache (für andere nachvollziehbar) trennen?

  2. Habe ich ein Gesprächsziel? Wie kann ich dieses platzieren?

  3. Spreche ich in "Ich"-Form, und zeige damit, dass ich die Subjektivität und die verschiedenen "Realitäten" berücksichtige?

  4. Kontrolliere ich meine Haltung, Gestik und Mimik so, dass diese dem Anlass und ggü. den Gesprächspartnern stimmig ist?

  5. Spreche ich klar & positiv geframed, ohne unnötige Konjunktive, in kurzen Sätzen & mit dem Satzzeichen, welches meine beabsichtigte Satzform charakterisiert?


Mehr Tipps für gelingende Kommunikation - nicht nur im medizinischen Beruf gewünscht?

Dann schau in mein Buch: Kommunikation im Gesundheitswesen (Springer Verlag).



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