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  • AutorenbildHeike HL

PhysioSein: Warum die erste Rippe mit der oberen Extremität zusammenhängt

PhysioSein: Warum die erste Rippe mit der oberen Extremität zusammenhängt - darum geht es in diesem BLOGBeitrag.

Wusstest Du, dass die 1. Rippe eine enge Verbindung zur oberen Extremität hat? Sie liegt so, dass sie leicht für eine Verspannung unter Deinem seitlichen Nackenmuskel (Musculus Trapezius, absteigender Ast) gehalten werden kann! Sie liegt zwischen dem 7. Halswirbel und dem 1. Brustwirbel. Den 7. Halswirbel findest Du, indem Du auf den Dornfortsatz Deiner Halswirbelsäule gehst, der weiter heraussteht als die anderen. Wenn Du den Kopf dann Richtung Nacken legst (vorsichtig bitte), bleibt der Dornfortsatz unter Deinen Fingern, während die anderen Halswirbel "verschwinden" (weil sie nach vorne wandern).


Die erste Rippe bildet zusammen mit dem Schlüsselbein einen Durchtritt für wichtige Nerven und Gefäße. Falls Du mal den Begriff "Thoracic Outlet-Syndrom" gehört hast - dieses kann eine Folge von Störungen in der Region sein.


Da viele Nerven von der Wirbelsäule in der Region zur oberen Extremität verlaufen, können Störungen in dem Bereich Probleme im Arm verursachen: Schmerzen, aber auch Missempfindungen. Werden die Nervenstrukturen vielleicht noch eingeengt durch Veränderungen an Wirbelsäule, Muskeln oder Faszien, so kann der Nacken ein Urheber für Probleme in Oberarm, Ellenbogen, Handgelenke oder Fingern sein.

Denn: Das Nervengeflecht für die Arme muss unter der 1. Rippe hindurch. Wenn dort also verspannte oder unbeweglichere anatomische Strukturen sind, kann dieses Nervengeflecht irritiert werden.


Nicht jede Missempfindung kommt also von einem Bandscheibenvorfall (von denen übrigens nur wenige überhaupt zu merken sind!).

Die gute Nachricht ist, dass Physiotherapeuten mit MT (Manueller Therapie) eine erste Rippe problemlos behandeln können. Und somit bei einer guten Befunderhebung und Testung feststellen können, ob es das ist, was Patienten zur Beeinflussung ihrer Beschwerden im Arm benötigen.


Also - wenn Du Patient bist, dann weise auf eventuelle Probleme auch im Nackenbereich hin. Als Therapeut mobilisiere die erste Rippe, wenn sie in Deinen klinischen Entscheidungsprozess passt - also wenn Problemregionen Deiner Patienten mit dem Nacken zusammenhängen können.




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