• Heike HL

PhysioSein: Als Patient


Physio als Patient. Ich wurde natürlich auch schon mal gefragt, was ich selbst eigentlich mache, wenn ich Rückenschmerzen habe. Die Frage wundert mich nicht, wer kennt das nicht: Es zwickt im Rücken und strahlt manchmal sogar ins Gesäß oder ins Bein. Ja - auch als Physiotherapeut :-)

Toll ist dann, wenn man als Physio zum Arzt geht, seine Probleme schildert und sich anhören kann: "Na, Sie sind doch Physio, da wissen Sie ja selbst die besten Übungen."

Oookayy...

Also: Was mache ICH eigentlich, wenn ich Probleme habe? Da Medikamente und eigene Bewegungs- oder Dehnübungen auch nicht immer helfen, gehe ich selbst zur Physiotherapie. Allerdings als Selbstzahlerin...das ist es mir wert!

Ich habe jedoch bei der Wahl meiner Therapeuten sehr genau auf die Qualifikation geachtet - nicht jede Bauchmuskelübung oder Beckenbewegung aus der Rückenlage nach oben ist hilfreich (abgesehen davon könnte ich sowas wirklich selbst tun...!).Da ich selbst sehr erfolgreich Rückenprobleme mit meiner Qualifikation behandele (auch passiv, manchmal ganz ohne viele (aktive) Hausaufgaben!! :-)), gehe ich zu einer Therapie, die genau das auch bei mir tut - gezieltes

passives Bewegen der Gelenkbereiche mittels Manueller Therapie.

Achtung - es gibt wahnsinnig viele verschiedene Therapien und Techniken. Entscheidend ist: Reagiert dieser Patient mit diesem Problem genau auf diese Technik(en)? Das lässt sich relativ einfach mit wiederholten Testungen feststellen. Die Bewegungen, die problematisch sind, werden nach einer Technikeneinheit erneut getestet. So sieht man, ob die (Behandlungs-)Spur, die verfolgt wird, (noch) passt. Und das subjektive Empfinden des Patienten ist (trotz aller Wissenschaftlichkeit!) nicht zu unterschätzen.

Auch wir als Therapeuten sollten Mut zur Reflexion MIT unseren Patienten haben. Was war wirklich hilfreich? Warum war das so? Warum waren andere Dinge weniger hilfreich?...?

Mein Tipp: Vertrauen ist gut - Reflexion ist besser! Therapie sollte etwas bringen. Wenn ich als Patient 300 Mal zum Osteopathen gehe (wie eine meiner Patientinnen), aber erst überlegen muss, ob es mir etwas gebracht hat (ich habe gewagt, diese Patientin zu fragen)...wäre es nicht sinnvoll, mich als Patient zu fragen, warum ich WIRKLICH zur Therapie gehe?


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